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  • Marlene Käseberg

Eine laute, lustige Klasse voll mit Game Designern

Aktualisiert: März 18


Im Video sieht man einen Ausschnitt der Endergebnisse. Es gibt sehr schöne und lustige Illustrationen und interessante Level.


Ende Februar, bevor Corona ein Thema war, haben drei meiner Freunde und ich einen Game Design Workshop in einer Schulklasse veranstaltet. Wir haben ein Unity Projekt vorbereitet, das die Schüler in Gruppen gemeinsam bearbeiten sollen, um ein kleines Spiel zum Thema Mauerfall zu erstellen.


Der schönste Moment für mich: Ein Junge in meinem Team hatte zwei Bilder für die Laufanimation des Hauptcharacters gemalt und dann keine Lust mehr und ich musste ihn überreden weiterzumachen (bzw. einfach sagen: "Mach das jetzt fertig!"*). Und er hat widerwillig weiter daran herumgemalt. Nachdem die Kinder weg waren haben wir die Bilder freigestellt und in Unity als Animation eingefügt. Und am nächsten Tag konnten sie dann ihre eigenen Figuren laufen sehen.

Die Reaktion des Jungen: "Woaaah coool, die läuft ja?!?!"

Darüber habe ich mich sehr gefreut!


Was ich bei dem Workshop gelernt habe: Auch wenn man alles versucht, man kann sich nicht perfekt vorbereiten, besonders wenn man mit Kindern zusammen arbeitet!


Wir haben meiner Meinung nach sehr lustige und interessante Ergebnisse, dafür dass wir nur zwei Tage Zeit hatten. Beim nächsten Mal haben wir dann mehr Animationsbeispiele oder versuchen mal einen Workshop ohne Teams, sondern eher mit Stationen.

Mein Anspruch ohne tatsächliche Erfahrung einen perfekten Workshop zu planen war einfach völlig realitätsfern. Jeder Lehrer, Erzieher und Pädagoge lacht sich darüber nur kaputt.

Eine ganze Schulklasse nimmt sowieso jeden Plan auseinander und man muss sehr flexibel sein.


Alles in allem war es extrem anstrengend, aber auch sehr, sehr lohnend. Die Ergebnisse sind toll und wir haben unheimlich viel gelernt und ich habe Lust, es noch mal zu machen! Es hat Spaß gemacht!

Hier stehe ich leicht überfordert zwischen meinem Team. Sie bauen ihre Level in Unity.


*Autoritäres Herumkommandieren liegt mir nicht so (meine Familie würde jetzt widersprechen), war aber tatsächlich oft nötig und hat gut funktioniert. Die Lehrerin, Frau Lerch, hat das sehr gut hinbekommen, immer eine Mischung aus: "Was machst du denn da?! Mach jetzt gefälligst das, was du tun sollst!" und motivierendem: "Schau doch mal. Das ist doch schon super, weiter so!".

Ich fand das aber schwierig, so harte Ansagen zu machen, weil ich mich in dieser für mich sehr neuen Situation selbst wie ein Kind gefühlt habe und nicht wie die Erwachsene im Raum, die die Ansagen macht. Beim nächsten Mal wird das anders - aufgepasst! ;)


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